{"id":524,"date":"2006-08-03T19:29:59","date_gmt":"2006-08-03T17:29:59","guid":{"rendered":"http:\/\/www.einhornev.de\/cms\/2015\/06\/09\/armer-bullterrier\/"},"modified":"2015-06-20T22:35:43","modified_gmt":"2015-06-20T20:35:43","slug":"armer-bullterrier","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.einhornev.de\/cms\/2006\/08\/03\/armer-bullterrier\/","title":{"rendered":"Armer Bullterrier"},"content":{"rendered":"<p>Liebes Herrchen! Du hast mich im August letzten Jahres aus dem Tierheim S\u00fcderstra\u00dfe in Hamburg geholt. Ich war dort abgegeben worden, weil mein damaliges Frauchen und ich auf offener Strasse beinahe gesteinigt worden w\u00e4ren. Aber sehr lange musste ich nicht warten, dann hatte ich bei Dir und meinem neuen Frauchen ein neues zu Hause in Breitenburg gefunden.<\/p>\n<p>Was war ich froh! Ein riesiger Garten, und viele lange Spazierg\u00e4nge. So etwas kannte ich ja gar nicht in meinem Alter von nicht einmal einem Jahr. Wir haben uns prima verstanden. Und wie herrlich war es, mit dem Nachbarshund Asko herumzutollen! Nur mit dem W\u00f6rtchen \u201ckomm\u201c hatte ich noch so meine Probleme. Und solange ich dies nicht richtig begriffen hatte, musste ich immer an die Leine wenn wir den Garten verlie\u00dfen.<\/p>\n<p>Am Dienstag war Fr\u00fchlingsanfang mit besten Wetter. Bei Sonnenschein und Schnee fuhren wir ins Mohr, um einen sch\u00f6nen Spatziergang zu machen. Und da passierte es: Ich bin Dir aus dem Auto gesprungen, bevor Du mir eine Leine an mein Geschirr machen konntest. Das habe ich nat\u00fcrlich sofort ausgenutzt und bin gl\u00fccklich weit \u00fcber die Wiesen gerannt. Endlich einmal ohne Leine so richtig drauflos rennen &#8211; weit und breit kein Mensch oder Tier!<\/p>\n<p>Aber so dumm wie ich war, bin ich immer weiter von Dir weggerannt, ohne auf Dein Pfeifen und Rufen zu achten, bis ich nicht mehr zu sehen war. Du hast dann eineinhalb Stunden auf einem Fleck gestanden, weil Du dachtest, ich w\u00fcrde wieder an den Ort zur\u00fcck kommen, wo ich Dich verlassen hatte. Sp\u00e4ter bist Du mir nachgelaufen, um meine Spur im Schnee zu verfolgen und mich vielleicht so doch noch zu finden. Aber wir haben uns nicht mehr treffen k\u00f6nnen, denn Du bist in die falsche Richtung gelaufen.<\/p>\n<p>Ich aber war inzwischen an einem Bauernhof angekommen. Dort roch es nach so vielen unbekannten D\u00fcften! Ein gro\u00dfer schwarzer Sch\u00e4ferhund war da. Und im Stall standen viele K\u00fche. Das war ja was f\u00fcr mich! Die K\u00fche waren sehr aufgeregt als sie mich sahen, aber ich habe ihnen nichts getan. Ich kannte ja die K\u00fche von der Weide bei uns nebenan, das waren meine Freunde.<\/p>\n<p>Der Bauer und sein Sohn hatten mich entdeckt. Ich habe mir nichts dabei gedacht, als sie n\u00e4her kamen. Ich hatte auch \u00fcberhaupt keine Angst und nichts B\u00f6ses getan Und dann ging alles ganz schnell: Der \u00e4ltere hatte ein Eisenrohr in der Hand, und als er damit zuschlug, explodierte etwas in meinem Kopf. Immer wieder holte er aus und wollte nicht damit aufh\u00f6ren. Dann wurde ich in eine alte Karre geschmissen und kam vor die T\u00fcr in die K\u00e4lte.<\/p>\n<p>Ich war immer noch nicht tot, aber niemand k\u00fcmmerte sich mehr um mich. Ich war nicht mehr in der Lage mich zu bewegen, mein Sch\u00e4del war zertr\u00fcmmert, und ich blutete sehr stark. Mir war bitterkalt in der Pf\u00fctze aus Wasser und Blut. Ich wei\u00df nicht, wie lange ich dort so gelegen habe. Aber irgendwann h\u00f6rte ich deine Stimme! Du warst noch immer auf der Suche nach mir und dabei auf diesen Bauernhof gekommen. Der Bauer zeigte Dir, wo ich lag. Wir fuhren so schnell wie m\u00f6glich zu unserem Tierarzt, aber es war alles zu sp\u00e4t. Jetzt bin ich im Hundehimmel und vermisse euch alle so sehr!\u201c<\/p>\n<p><strong>\u201eHey,Herrchen wie geht es Dir?\u201c<\/strong><\/p>\n<p>\u201eMeine liebe Faya ich habe solange nach Dir gesucht! Ich mache mir solche Vorw\u00fcrfe, dass ich nicht gut genug auf Dich aufgepasst habe! Warum nur bist Du nicht zur\u00fcck gekommen? Du musst meine Rufe und die Hundepfeife immer wieder geh\u00f6rt haben. Man h\u00f6rt im Moor meilenweit. Ich kann verstehen, dass Du einmal so richtig auf Entdeckungstour wolltest, aber du bist bei den falschen Menschen gelandet. Diese waren brutale Schl\u00e4ger ohne Herz, doch woher solltest Du das wissen?Sie haben Dich regelrecht hingerichtet. Frauchen und ich hatten mit Dir drei H\u00fcndinnen Deiner Rasse und immer nur gute Erfahrung gemacht. Du hattest sogar einen Wesenstest mit \u201esehr gut\u201c bestanden und warst damit sogar im Fernsehn. Du hast Dich in k\u00fcrzester Zeit in unsere Herzen geschlichen. Du warst die beste von allen, aber wir hatten Dich nur ein paar Monate bei uns. Du fragst wie es mir geht?<\/p>\n<p><strong>&#8222;BESCHISSEN OHNE DICH!\u201c<\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Liebes Herrchen! Du hast mich im August letzten Jahres aus dem Tierheim S\u00fcderstra\u00dfe in Hamburg geholt. Ich war dort abgegeben worden, weil mein damaliges Frauchen und ich auf offener Strasse beinahe gesteinigt worden w\u00e4ren. 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