{"id":503,"date":"2008-01-02T19:29:54","date_gmt":"2008-01-02T18:29:54","guid":{"rendered":"http:\/\/www.einhornev.de\/cms\/2015\/06\/09\/hund-und-silvester\/"},"modified":"2015-06-21T15:43:17","modified_gmt":"2015-06-21T13:43:17","slug":"hund-und-silvester","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.einhornev.de\/cms\/2008\/01\/02\/hund-und-silvester\/","title":{"rendered":"Hund und Silvester &#8230;"},"content":{"rendered":"<p>Aus aktuellem Anlass, wenn auch leider zu sp\u00e4t f\u00fcr diesen Jahreswechsel, m\u00f6chte ich eine Abhandlung zum Thema <strong>HUND UND SYLVESTER<\/strong> loslassen.<br \/>\nIch habe hierzu in Hundeforen, auf der Hundewiese usw. so viele Fragen und unterschiedliche (auch falsche) Antworten geh\u00f6rt und gelesen, da\u00df DER HUNDEKREIS hier allen Rat Suchenden eine umfassende Erkl\u00e4rung geben m\u00f6chte.<br \/>\nIch fange ganz am Anfang an, vom Mutigen Typ bis hin zum Paniker. Wer hier keine Antwort findet, darf sich \u00fcber EINHORN gerne direkt an mich wenden.<\/p>\n<p><strong>HUND UND SYLVESTER<\/strong><\/p>\n<p>Der Welpe hat noch keine Angst vor dem Knallen, weil er sich noch in einer Entwicklungsphase befindet, die ihn Neuem gegen\u00fcber zwar skeptisch, aber dennoch aufgeschlossen sein l\u00e4sst. Er mag sich zwar vor einem Knall erschrecken, wird aber nicht mit der panischen Angst reagieren, die so Viele an ihren Hunden beobachten m\u00fcssen.<br \/>\nDiese Phase ist aber irgendwann (je nach Typ zwischen dem 6-12 Monat) abgeschlossen. Hat der Welpe bis dahin keine Erfahrungen mit Knallern gemacht, wird er sp\u00e4ter Angst davor haben.<br \/>\nNun darf man aber nicht dem Irrtum unterliegen, dass der Hund schussfest bleibt, weil er z.B. gerade 8 Monate war, als Sylvester war, und er hatte da keine Angst. Wenn der junge Hund dann ein Jahr lang kein Knallen h\u00f6rt, k\u00f6nnte er dennoch dann Angst bekommen.<br \/>\nMan darf auch nicht den Fehler machen, den Hund mit hinaus zu nehmen, weil er ja keine Angst hat. Eine einzige schlechte Erfahrung (und daf\u00fcr reicht auch ein gewaltiger Schreck &#8211; es mu\u00df nicht einmal etwas passieren) reicht aus, dass der Hund sich f\u00fcrs Leben merkt &#8211; knallen ist schlecht.<br \/>\nDerjenige, der einen Hund hat, der keine Angst zeigt, solle sich daran erfreuen, dass er diese Tage gut \u00fcbersteht, ihn aber dennoch schonen, damit das so bleibt.<\/p>\n<p>In der Lernphase und auch sp\u00e4ter sollte man nie den Fehler begehen, den Hund zu tr\u00f6sten, wenn er sich erschrickt. Tr\u00f6sten hei\u00dft loben. Lob best\u00e4tigt den Hund in seiner Haltung. Nat\u00fcrlich kann man seinem Hund gut zusprechen; mit ruhiger, tiefer Stimme, die Zuversicht ausstrahlt. Im Gro\u00dfen und Ganzen aber demonstriert man dem Hund am Besten, dass Nix ist, indem man sich so benimmt, als wenn Nix w\u00e4r.<br \/>\nDer Hund liest <strong>IMMER<\/strong> in seinem Besitzer, wie die aktuelle Lage einzusch\u00e4tzen ist und passt sein Verhalten entsprechend an !! Das gilt auch f\u00fcr andere Bereiche, aber das ist jetzt nicht das Thema\u2026<\/p>\n<p>Wer nun einen Hund hat, der schon richtig Angst hat, nicht nur Nervosit\u00e4t zeigt, einen Hund, der schon stark abhechelt, evtl. aus der Nase trieft, dessen Herz stark pocht, der sich verkriecht, der sollte mit seinem Tierarzt besprechen, welche leichten Beruhigungsmittel in Frage kommen (Herzleiden usw. beachten!). Damit meine ich Mittel, die daf\u00fcr sorgen, dass der z.B. .Blutdruck niedriger bleibt. Es sollten einfach nur Ma\u00dfnahmen sein, die dem Hund k\u00f6rperlich hilfreich sind, nicht aber auf die Psyche wirken oder zum Schlaf f\u00fchren.<br \/>\nAuch dieser Hund ist am Besten beraten, wenn man ihm nicht in seine Verstecke hinterher krabbelt, um ihn zu streicheln etc., er wird sich den Platz suchen, wo er sich am Sichersten f\u00fchlt. Man sollte ihn ausnahmsweise hinlassen, wohin er will. Es gibt Hunde, die kriechen unters Bett, andere f\u00fchlen sich pl\u00f6tzlich am wohlsten in der Duschkabine, oder im Kleiderschrank\u2026<\/p>\n<p>Wer nun einen Hund hat (wie ich), der so panisch reagiert, dass er durchdreht. Kratzt, hechelt, schon leise vor sich hin weint, Teppiche zerlegt oder sonst welche deutlichen Zeichen einer St\u00f6rung zeigen, der sollte seinem Tier den Gefallen tun und es \u00fcber Sylvester schlafen schicken. Wichtig ist, hierbei Folgendes unbedingt zu beachten:<\/p>\n<p>Erst einmal vorweg: . VALIUM ist SCHLECHT ! Andere Schlafmittel, die f\u00fcr Menschen gemacht sind, sind schlecht ! Es gibt tats\u00e4chlich Tier\u00e4rzte,-trainer,-experten\u2026,die sagen, man k\u00f6nne dem Hund bedenkenlos eine Valium geben. Das ist auch nicht immer unzutreffend. Wenn der Hund in die mittlere Kategorie geh\u00f6rt, kann man, statt leichter Beruhigungsmittel Valium geben. Dem panischen Hund aber ist damit NICHT geholfen.<\/p>\n<p>Seine Angstzust\u00e4nde, die damit ausgesch\u00fctteten Hormone sorgen daf\u00fcr, dass er nicht einschl\u00e4ft. Er wird schlapp und matt, doch seine Wahrnehmung funktioniert noch. Er h\u00f6rt nicht nur weiterhin die B\u00f6ller, sondern er registriert auch seinen Zustand. Er kann seinem nat\u00fcrlichen Fluchtverhalten nicht nachkommen und ist nur noch verwirrter und \u00e4ngstlicher. Auch wenn WIR ihm das dann gar nicht mehr ansehen m\u00fcssen\u2026<\/p>\n<p>Deshalb: Wer sich entschlie\u00df, den Hund schlafen zu legen besorgt sich eine Pille vom Tierarzt, je nach Kondition des Hundes, die die Hunde vor dem Fliegen bekommen..<br \/>\nDer Hund schl\u00e4ft davon nicht einfach ein, sondern er ist sediert. Seine Wahrnehmung l\u00e4sst nach, sein Atem wird ruhig, die Augen rollen weg, der K\u00f6rper wird schlaff und schwer.<br \/>\nMan sollte die Pille verabreichen, lange bevor die Knallerei losgeht. Und wichtig ist es, dem Hund nicht nach und nach mehr zu geben, sich an den Zustand heranzutasten, sondern gleich eine volle Dosis zu verabreichen, die unbedingt mit dem Tierarzt besprochen werden sollte.<br \/>\nEs ist wichtig, dass der Hund gleich richtig einschl\u00e4ft und \u201eweg\u201c ist, damit er nicht in den Zustand ger\u00e4t, den ich eben im Zusammenhang mit Valium beschrieben habe. Wenn die ersten Kracher losgehen, sollte er bereits unbek\u00fcmmert eingeschlafen sein.<\/p>\n<p>Wer sich zu diesem Schritt entschlie\u00dft, mu\u00df darauf vorbereitet sein, dass der Hund bis zu 30 Stunden nur schlapp sein kann. Das ist sehr beunruhigend, aber nicht so dramatisch, wie es scheint. Der Hund mag sich nicht bewegen, h\u00e4ngt durch, wie ein nasser Sacke, bekommt die Augen kaum auf.<br \/>\nWenn Sylvester gelaufen ist, sollte man ihn hinaustragen an die frische Luft (Sauerstoff bringt den Organismus in Gang), ihn absetzen, ein bisschen rubbeln, an eine Pinkelstelle geleiten und, wenn n\u00f6tig danach wieder reintragen. Am Besten aber st\u00fctzt man ihn und l\u00e4sst ihn selber gehe, dann wir der auch wieder wacher. Wenn er nicht mag, einfach weiter schlafen lassen.<\/p>\n<p>Wer diesen Schritt geht, sollte seinen Hund auch ab und zu zum Trinken animieren. 2-3 Tage vorher schon m\u00f6glichst feucht f\u00fcttern, denn er trinkt evtl. bis zu 20 Stunden nicht, dem mu\u00df man ein wenig entgegenwirken. Wenn der Hund n\u00e4mlich \u201eaustrocknet\u201c, kommt der Organismus auch schlecht in Gang.<\/p>\n<p>Und man mu\u00df darauf gefasst sein, dass der Hund sich im Schlaf l\u00f6st. Also am Besten eine blaue Plastikt\u00fcte unters K\u00f6rbchen-und nicht b\u00f6se sein !<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Aus aktuellem Anlass, wenn auch leider zu sp\u00e4t f\u00fcr diesen Jahreswechsel, m\u00f6chte ich eine Abhandlung zum Thema HUND UND SYLVESTER loslassen. 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